Die Region Languedoc-Roussillon Septimanie, von Nimes bis zur spanischen Grenze.
Mit den Départements:
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Die Region umfasst die an der Mittelmeerküste liegenden Départements Aude, Gard, Hérault und Pyrénées-Orientales sowie das geographisch gänzlich anders geartete, zum Massif Central gehörende Département Lozère.
Das Languedoc wurde - wie weite Teile des heutigen Südfrankreichs - erst im Hochmittelalter der französischen Krone unterworfen. Der Adel von Okzitanien war traditionell eher mit dem König von Frankreich verfeindet.
Vorwand hierzu bot die dort um diese Zeit verbreitete religiöse, kirchenkritische, Strömung der Katharer, die vom König und vom Papst mit großer Härte verfolgt wurden, wobei auch die blühende okzitanische Kultur zerstört wurde.
Im Jahre 1208 wurde ein eigener erster Kreuzzug unter Simon IV. von Montfort gegen die Katharer geführt. Hierbei wurden u.a. am 22. Juli 1209 sämtliche Einwohner der Stadt Béziers umgebracht (etwa 20.000). Es folgte das Massaker in Minerve am 22. Juli 1210. Der sogenannte Albigenserkreuzzug dauerte bis 1212.
Der zweite Kreuzzug fand 1226 unter der direkten Leitung des französischen Königs statt, der jedoch schon bei der Anreise ins Kriegsgebiet den Tod fand.
Ein dritter und letzter Kreuzzug beendete 1244 dann die letzten Reste der katharischen Kultur bei der Belagerung des Chatéau von Montségur. Stützpunkt der (Nord-)Franzosen wurde die befestigte Stadt Carcassonne.